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Lars Möller

paintings

You´re just like an angel - your skin makes me cry

You´re just like an angel - your skin makes me cry, 2018

oil on canvas, 70 x 50

Gewissensknoten

Gewissensknoten, 2018

oil on canvas, 95 x 120

Mademoiselle Simonets stille Post

Mademoiselle Simonets stille Post, 2018

oil on canvas, 50 x 80

Göttliches Gewissen (Arachne und Athene)

Göttliches Gewissen (Arachne und Athene), 2017

oil on canvas, 60 x 80

Sisyphos´ Trotz

Sisyphos´ Trotz, 2017

oil on canvas, 60 x 50

Romantische Verklärung

Romantische Verklärung, 2017

oil on canvas, 40 x 45

Eros´ Tränen

Eros´ Tränen, 2016

oil on canvas, 50 x 40

Betroffen Sein

Betroffen Sein, 2016

oil on canvas, 120 x 190

Mittsommerblüte

Mittsommerblüte, 2016

oil on canvas, 105 x 90

Warten auf Saila

Warten auf Saila, 2016

oil on canvas, 180 x 130

Reflexion

Reflexion, 2016

oil on canvas, 100 x 140

Erkenne Dich Selbst

Erkenne Dich Selbst, 2016

oil on canvas, 80 x 105

zwischen gestern und morgen

zwischen gestern und morgen, 2015

oil on canvas, 60 x 50

Drunken Sailors

Drunken Sailors, 2015

oil on canvas, 100 x 150

Blaues Sofa

Blaues Sofa, 2015

oil on canvas, 100 x 70

Improvisation

Improvisation, 2014

oil pen on paper, 30 x 42

Fesselnde Freiheit

Fesselnde Freiheit, 2014

oil on canvas, 40 x 30

Die Stadt untergräbt mich

Die Stadt untergräbt mich, 2014

oil on canvas, 100 x 140

1. Die von wohliger Wärme völlig ausgefüllte Dunkelheit erstreckt sich über Raum und Zeit und ich bin ein Klumpen süßer, zäher Honig, der hier im dunklen Nichts schon so lange liegt, dass er klebrig Eins mit seiner Umgebung geworden ist. Es gibt nichts außer mir und dieser Wärme. Warmer süßer Honig mit zähen Träumen bis zur Unendlichkeit des dunklen Nichts. Ein Ort, in dem sich das Selbst zurücknimmt, um sich das Universum einzuverleiben und zum Leib des Universums zu werden. Ein Ort, den ich schon kenne, bevor ich geboren worden bin. Dann durchfährt uns eine Erschütterung. Ein Pochen an der Schale, das mich ermahnt, dass es noch eine andere Welt gibt. Es ist noch zu früh. Ich will nicht. Ich bin noch nicht aufgezogen, noch nicht bereit für die bevorstehende Metamorphose. Ich will zurück und weiter schlafen. Doch wie ein Embryo seine Geburt nicht verhindern kann, vermag ich nicht das Aufwachen und die damit einhergehende Verwandlung zu verhindern. Die Verwandlung vollzieht sich in einem Augenblick. Denn ich habe keine Zeit meine allmorgendliche Geburt lange zu erleben und zu genießen. Ich bin in der Blütezeit meines Lebens, doch hat sich meine Blüte noch lange nicht entfaltet und seine Blätter stolz gegen alle Seiten der Welt gestreckt. Ich habe keine Zeit, weil ich fühle, dass ich anfange zu welken bevor ich erblühe. Ansonsten würde ich mich zu etwas anderem verwandeln. Doch das Bewusstsein des ewig allgegenwärtigen Ticken, das mir die immer geringer werdende Anzahl der Stunden zuflüstert, die mir noch bleiben, zieht mich wie einen alten Wecker auf, bis ich schließlich nicht mehr Honig sein kann, sondern für den Tag zum dröhnenden Wecker werden muss. Wie eine bis zum Maximum aufgezogene Spule stehe ich mit klirrendem Kopf auf und werde auf den Schienen meines Alltags losgelassen. Das dröhnende Klirren lässt keinen freien Gedanken zu und erinnert mich daran, auf meinen Schienen zu bleiben. Nicht dass ich sie, wenn ich es wollte, verlassen könnte. Jedoch nimmt mir das ewige Klingeln den Gedanken und somit die Angst vor der Idee der Möglichkeiten, der Was-Wäre-Wenn-Szenarien und der Gewissensbisse. Meine Erinnerungen haben sich ihren Gefühlen entledigt. Heute macht man keine Erfahrungen mehr. Heute macht man nur noch Erlebnisse. Heute gibt es so viele Schienen, Regeln und Zeichen, die uns an die selbigen erinnern und ermahnen, dass der Geist, von ihrer Vielzahl überfordert, platzen würde, wenn man sich nicht vor all diesen Reizen schützt. Durch diesen Filter passen keine Gefühle, denn die brauchen Zeit und Raum zur Entfaltung. Statt dessen werden alle Dinge, wenn sie einmal durch den Filter gepresst wurden, zu einem dunkelgrünen Matsch, in dem sich immer die gleiche trostlose, verstörende Welt spiegelt und der zu weich ist, um sich irgendwo eindrücken zu können. Jedoch spiegelt sich auch immer ein Horizont in ihm, sodass man, wenn man ganz nah ran geht, vom Nahen in die Ferne träumen kann. Dann wird man samt der ganzen Welt zu einem Punkt konzentriert, der so klein wird, dass man sich in ihm schließlich auflöst und doch die Erinnerung an den Geschmack des Honigs wieder erahnen kann. 2. Dieser konzentrische Blick wird einem in der Stadt anerzogen. Was man sieht, vereinnahmt man sich, und in den Häuserschluchten blickt man, um der Beengung zu entfliehen, nicht gegen die nächste Wand, sondern die Straße hinunter in die Ferne. Jene Ferne, in der man sich in etwas Nähe träumen kann, jene Ferne, die durch das rasende Häusergebirge zu einem engen vertikalen Schlitz wird. Der Horizont der Städter ist senkrecht. Auf einmal geschieht etwas mit mir und, bevor ich mir gewahr werden kann, was es ist, ist es schon wieder vorbei. Ich bekomme Herzrasen und eine nervöse Angst vor einer unausweichlichen Realität packt mich. Ich halte kurz inne und bleibe mitten auf meiner Bahn stehen. Da ist es schon wieder! Diese Angst, diese Panik im Innehalten! Ich fühle eine Lebendigkeit in mir und in der Welt, die wie einer Explosionswelle alles bis auf ihre Grundstützen entblättert und entblößt und so mächtig und bedrohlich ist, dass ich aus Angst davor, mein Fundament schon vor langer Zeit gegen ein falsches aus Plastik eingetauscht zu haben, welches, einmal von dieser Welle des Lebens erfasst, sofort schmelzen würde, schnellst möglich meine Maske wieder aufziehe und weiter gehe. Langsam wächst meine Kleidung wieder in mich hinein und beginnt ihr Inneres auszuhöhlen. Ich werde immer kleiner bis ich nur noch Hülle, nur noch Stoff bin, der hier und da in sich zusammensinkt. Wieder eins mit meiner Maske bin ich wieder im sicheren seichtem Wasser meines alltäglichen Deliriums mit festem Stand auf meinen Schienen. Ich höre das Klirren in mir und frage mich, ob es vielleicht eben in diesem Moment des Schreckens für immer verstummt schien. Ich steige in die S-Bahn und blicke wie jeden Tag mit konzentrischem Blick in die Röhre. In der Tiefe zieht sich alles zu einem schwarzen Loch zusammen, in welches metallene Stangen, Fenster, Spiegelungen und Menschenpuppen ineinanderfließen. Sich weiter in den Vordergrund schiebend differenziert sich dieser Wurm Glied für Glied immer stärker. Was ich sehe, ist jedoch nicht die Differenzierung von metallenen Stangen, Fenster, Spiegelungen und Menschenpuppen, sondern die Differenzierung des Röhrenwurms, in dem metallene Stangen, Fenster, Spiegelungen und Menschenpuppen eine Identität bilden. Ich trage eine Maske, die versucht sich in sich selber zu verbergen. Ich betrachte vor allem die Menschenpuppen sehr genau. Wenn sich unsere Blicke kreuzen, halte ich Stand und versuche mir und den anderen so Selbstbewusstsein und Interesse zu beweisen. Dabei flieht mein Auge jedoch jedes Mal wieder in die Ferne und ist völlig unempfänglich für die Blicke der anderen. Würde ich betrachtet werden, so würde ich es nicht sehen. Dazu ist das Klirren in meinem Kopf zu laut. Ich sehe das krampfhafte Festhalten an den metallenen Stangen, dass so stark ist, dass die Stangen mit den Händen verwachsen. Ich sehe das Fixieren von allem Nicht-Menschlichen und das erlösende Anstöpseln seiner selbst an Handy und MP3-Player. Es werden alle Möglichkeiten ausgespielt, einer Interaktion mit einem Gegenüber zu entfliehen und sich selber entpersonalisiert zu verbergen und zu härten. Ich sehe keine Gesichter mehr, sondern nur noch deformierte Fratzen. Diejenigen, die versuchen, besonders überlegen anzumuten, erscheinen am traurigsten und verletzlichsten. Ich fange die Menschenpuppen an, zu hassen So vergisst ein Mann über die Selbstmasturbation der Darstellung seines Mc-Fit-Körpers völlig, dass gerade dieser blank gewichste Pracht-Body ihn in seinem Zweifel und seiner Schwäche verrät. Durch den Widerspruch zwischen der aufgesetzten Fröhlichkeit samt triefender Schminke und dem hohen Alter sowie der Traurigkeit einer Oma, kann man ihr besonders eindrücklich beim verwesen zusehen. Andere Passagiere verschmelzen mit ihrer Technik oder der vorüberziehenden Stadt. Sie werden von Menschenpuppen zu Puppenmaschinen und wundern sich, dass ich sie immer noch ansehe. Verzweiflung über die Unmöglichkeit der Flucht macht sich breit. Ich sehe eine junge Brezel, die sich unentwegt in der Fensterspiegelung beäugt, welche zeigt, wie sie sich in ihrem Gesicht ihre Fotze reibt. Der Ausstieg wird die Hölle für sie werden, wenn sie nicht mehr ihr eigenes Selbst betrachten kann und stattdessen den Blicken anderer ausgesetzt ist. Denn alle Lust will Ewigkeit und schön ist sie nur für sich selbst. Dann steigt Jesus mit seinen Sandalen und seiner schäbigen Prediger-Tracht ein. Nachdem er sich kurz umguckt, hockt er sich in die Mitte der Szene und kackt sich mit einem wahnsinnig affektierten Grinsen in die Hand. Als ich bemerke, dass ihm niemand für diese Geste dankt und keiner der vielen Fahrgäste ihn bemerkt, wird mir plötzlich die Gewissheit bewusst, dass ich selber Teil dieses Röhrenwurms bin. Ich kann mich nicht dagegen wehren. Alles, was ich will, ist es Jesus gleich zu tun. Doch auch das vermag ich nicht.

Dissonante Harmonie

Dissonante Harmonie, 2014

oil on canvas, 60 x 90

Kleiner Masturbator

Kleiner Masturbator, 2014

oil on canvas, 55 x 40

U-Rehberge

U-Rehberge, 2014

oil on canvas, 120 x 170

Drei Viertel (dreiteilig)

Drei Viertel (dreiteilig), 2014

oil on canvas, 60 x 80

Harlekin

Harlekin, 2014

oil on canvas, 20 x 20

Cassandra Gemini

Cassandra Gemini, 2013

oil on canvas, 190 x 150

Untitled

Untitled, 2013

oil on canvas, 115 x 150

Untitled

Untitled, 2013

oil on canvas, 100 x 145

Narzisstische Erkenntnis

Narzisstische Erkenntnis, 2013

oil on canvas, 130 x 180

Untitled

Untitled, 2013

oil on paper, 64 x 50

Untitled

Untitled, 2013

oil on paper, 50 x 64

Untitled

Untitled, 2013

oil on canvas, 120 x 180

Untitled

Untitled, 2012

oil on canvas, 125 x 175

Untitled

Untitled, 2012

oil on canvas, 100 x 55

Untitled

Untitled, 2012

oil on canvas, 150 x 115

Untitled

Untitled, 2012

oil on canvas, 75 x 100

Untitled

Untitled, 2011

oil on canvas, 80 x 120

Untitled

Untitled, 2011

oil on canvas, 60 x 80

Not to touch the earth

Not to touch the earth, 2011

oil on canvas, 190 x 147

Schrei

Schrei, 2011

oil on paper, 64 x 50

Untitled

Untitled, 2010

oil on paper, 84 x 59

Untitled

Untitled, 2010

oil on paper, 84 x 59

Frau im roten Kleid

Frau im roten Kleid, 2010

oil on paper, 84 x 59

Blaues Rotlicht

Blaues Rotlicht, 2009

oil on paper, 40 x 30

Erste Ölstudie

Erste Ölstudie, 2008

oil on paper, 40 x 30